text — noah leidinger

Unser neues Buch: Ohne Aktien Wird Schwer.

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Posts tagged Philosophie
Kritisches Fühlen – Russell-Konjugation

Kritisch denken, Fakten recherchieren, Informationen hinterfragen. Gerade in einer Zeit, wo wir von Informationen nur so bombardiert werden, spielt die Tugend des kritischen Denkens eine immer wichtigere Rolle.

Was wir dabei vergessen: Kritisches Fühlen.

„We don’t know that most of our feelings are not our feelings but feelings that we have inherited through daily programming.” – Eric Weinstein in Episode 39 von “Verdict with Ted Cruz”.

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Matrix & Sicherheit Künstlicher Intelligenz

Nimmst du die rote Pille, um die Wahrheit zu erfahren? Oder wählst du die blaue Pille und verharrst in deiner fiktiven Realität?

Die meisten von uns würden ganz instinktiv die rote Pille nehmen. Niemand will in einer fiktiven Welt leben - wir wollen die Realität. Genau daraus ergibt sich die Faszination von Filmen wie „The Matrix“.

Die Grundannahme ist dabei immer die Gleiche: Es gibt eine Künstliche Intelligenz, die den Menschen weit überlegen ist. Um die Menschen zu kontrollieren, schließt die KI unsere Gehirne an einen Computer an. Wir leben fortan in einer simulierten Welt, aber merken es nicht. Währenddessen kann die KI in der realen Welt tun und lassen was sie will. Soweit die verbreiteten Science-Fiction-Theorien.

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Offenheit und Künstliche Intelligenz

“I think the best defense against the misuse of AI is to empower as many people as possible to have AI. If everyone has AI powers, then there’s not any one person or a small set of individuals who can have AI superpower.” – Elon Musk in einem Interview mit Steven Levy.

Elon Musk hält Offenheit für einen essentiellen Aspekt bei der Entwicklung Künstlicher Intelligenz. Und er ist damit nicht allein, denn seine Grundidee ist einfach und leuchtet ein: Wenn Künstliche Intelligenz ein Level erreicht, das die menschliche Intelligenz weit übertrifft, darf es kein Unternehmen, keinen Staat und keine Einzelperson geben, die diese Technologie allein kontrolliert. Indem man fordert, dass KI-Entwickler auf der ganzen Welt ihre technologischen Entwicklungen offenlegen, kann man verhindern, dass ein überlegenes Monopol entsteht.

Das Problem ist gelöst.

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Formen der „Labilen Welt“

Es gibt verschiedene Arten von schwarzen Kugeln, die unter aktuellen Umständen das Ende der Menschheit bedeuten würden. Nick Bostrom spricht in seinem Paper „The vulnerable world hypothesis.“ von vier Formen derartiger Kugeln.

Typ 1 wurde mit dem Gedankenspiel der Atombomben bereits illustriert. Damit ist eine Technologie gemeint, die ein enormes destruktives Potential hat und gleichzeitig einfach zu konstruieren ist. Wenn also eine Atombombe von jedem Physikstudenten gebaut werden könnte, hätten wir es mit einer schwarzen Kugel von Typ 1 zu tun.

Dabei gibt es einen inversen Zusammenhang zwischen der Einfachheit dieser Technologie und ihrer Wirkung. Eine Technologie, die so einfach ist, dass jeder Krimineller sie verwenden kann, stellt auch bei einem moderaten Level an Destruktionspotential eine schwarze Kugel dar. Denn selbst wenn diese Technologie bei ihrer Anwendung nur eine einzige Stadt zerstören kann, werden sich genügend Anwender finden, um die meisten Städte der Erde zu vernichten.

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Hypothese der „Labilen Welt“

Eine Atombombe zu bauen, ist theoretisch nicht sonderlich kompliziert. Praktisch gesehen stellt sich das ganz anders dar: Schon am Rohstoff – einige Kilogramm an Uran oder Plutonium – werden die meisten Bauversuche scheitern. Für die Menschheit ist das ein glücklicher Zufall.

Ein glücklicher Zufall!

1933 kam Leó Szilárd auf die Idee der nuklearen Kettenreaktion. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass diese Kettenreaktion nur mit erheblicher technischer Expertise zu erreichen ist. Was aber, wenn sich das Gegenteil herausgestellt hätte? Nehmen wir an, man hätte diese Kettenreaktion mit zwei Scheiben Metall und etwas elektrischen Strom erzeugen können. Jede kleine Terrormiliz hätte eine Atombombe bauen können. Die Menschheit wäre binnen weniger Monate vom Erdboden verschwunden und der Erdboden mit ihr.

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Inter- und Intraaufmerksamkeit

In den letzten Jahren hat sich mit dem Medienkonsum auch der präferierte Modus der Aufmerksamkeit verändert. Während in früheren Dekaden das Lesen von Büchern und Artikeln einen großen Anteil des Medienkonsums ausmachte, spielen interaktive Medien wie Computerspiele sowie Videos und Filme eine immer größere Rolle. Soweit nichts Neues. Doch die US-amerikanische Literaturwissenschaftlerin Nancy Katherine Hayles beschreibt in ihrem Essay „Hyper and deep attention: The generational divide in cognitive modes.“ wie dieser Trend einen Umschwung in Denkmustern mit sich bringt.

Mit dem Lesen von langen Texten trainiert man eine Art der Aufmerksamkeit, im Zuge derer man sich lange Zeit sehr intensiv auf eine Sache fokussiert und alle Ablenkungen ausblendet. Hayles bezeichnet das als „Deep Attention“, was durch den Begriff der Intraaufmerksamkeit – also der intensiven Aufmerksamkeit innerhalb einer einzigen Sache – treffend beschrieben wird.

Mit interaktiven Medien hingegen wird die „Hyper Attention“ trainiert – so etwas wie die Interaufmerksamkeit. Interaufmerksamkeit umfasst die Fähigkeit, schnell zwischen verschiedenen Fokuspunkten zu wechseln, um so eine möglichst hohe Bandbreite an Information zu verarbeiten.

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Vorstellungskraft - Gefahr für Sicherheit

Im Zuge des Kalten Krieges hat eine ganz neue Art des Denkens Einzug in die Sicherheitspolitik erhalten. Das Denken in Szenarien wurde damals populär, denn klassische Experimente kann man in einem Nuklearkrieg nicht durchführen. Schon die wichtige Eigenschaft der Wiederholbarkeit eines Experiments ist nicht gegeben, wenn ein einziger Fehlversuch das Ende der Menschheit bedeuten kann.

Was damals begonnen hat zieht sich bis heute durch und wird immer populärer, wie die Philosophin Jutta Weber in ihrem Paper „Wild Cards. Imagination als Katastrophenprävention.“ beschreibt.

Wild Cards sind Bedrohungen, die zwar enorm unrealistisch sind, bei ihrem Eintreten aber drastische Konsequenzen haben würden. Also beispielsweise Roboterinsekten, die ganze Städte ausrotten, oder die Erpressung von Menschen auf Basis ihrer DNA-Daten.

Doch anders als in Zeiten des Kalten Krieges, wo sich die Szenarien immerhin auf ein konkretes Themengebiet beschränkten, greift das Szenariendenken heute in alle Lebensbereiche über. Genau hier liegt auch der Kritikpunkt von Jutta Weber.

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Trauma & institutioneller Vertrauensbruch

In den letzten Jahrzehnten hat sich das Verständnis von psychologisch traumatischen Ereignissen entscheidend weiterentwickelt. Ein wichtiger Schritt in dieser Entwicklung ist die Erkenntnis, dass die Stärke des Traumas nicht nur von der Drastik des jeweiligen Events abhängt. Vor allem in Bezug auf Missbrauch hängt das Trauma eng mit der Beziehung zwischen Opfer und Täter zusammen.

In Ihrem Paper „Institutional Betrayal“ beschreiben die beiden Psychologinnen Carly Smith und Jennifer Freyd, dass der nächste entscheidende Schritt zum Verständnis von Traumata und zum Kampf gegen Missbrauch eine Wahrnehmung der Rolle von Institutionen ist.

Wenn sich ein Opfer an eine Institution wendet, von dieser aber nicht ernst genommen wird, keine adäquate Hilfe bekommt, oder gar aktiv stigmatisiert wird, dann führt das zu einem ähnlichen Vertrauensbruch wie in einer persönlichen Beziehung. Schließlich muss ein enormes Vertrauen bestehen, damit sich eine Person überhaupt überwindet, diese intime Angelegenheit vor die Augen und Ohren der Institution zu bringen.

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Gespräche & das Risiko der Neuigkeit

Sprache und die Fähigkeit, über Dinge zu lernen, die wir selbst noch nie erlebt haben, sind zwei große evolutionäre Stärken von uns Menschen. Doch wir nutzen unsere Sprache nicht nur, um über neue Dinge zu lernen. In vielen Fällen ist die Konversation mit anderen Menschen ein rein sozialer Akt, der nicht auf Informationsaustausch abzielt, sondern vielmehr auf eine Stärkung der zwischenmenschlichen Beziehung. Die vom US-amerikanischen Psychologen Daniel Gilbert geprägte Metapher des Gespräches als Tanz beschreibt den wahren Hintergrund unserer Interaktionen wohl am besten.

Aber natürlich ist es vorteilhaft, wenn im Zuge dieses Tanzes auch ein gewisser Informationsaustausch stattfindet. Es ist doch viel spannender und angenehmer, eine neue Geschichte zu hören und über etwas Fremdes zu erfahren, anstatt immer wieder über gleiche Erfahrungen und viel zu oft erzählte Erlebnisse zu sprechen.

Das möchte man vermuten. Wie Daniel Gilbert und Kollegen in ihrem Paper „The novelty penalty: why do people like talking about new experiences but hearing about old ones?” anhand von 4 Studien beweisen ist dem aber nicht so. Die meisten Erzähler gehen davon aus, dass Geschichten, die den Zuhörern noch nicht bekannt sind, für letztere interessanter sind. Auch die Zuhörer nehmen in der Regel an, dass sie Erzählungen über etwas Neues spannender finden als Erzählungen über etwas bereits Bekanntes. Wir tragen also alle die Annahme mit uns herum, dass in Gesprächen eine Art Neuartigkeitsbonus von den Zuhörern vergeben wird.

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Lösungsorientierte Lösung - Werkzeuge

Der amerikanische Philosoph Abraham Kaplan hat das Problem der lösungsorientierten Lösung in seinem Hauptwerk „The Conduct of Inquiry“ als „the law of the instrument“ bezeichnet. Das Gesetz des Werkzeuges ist den meisten unter dem Zitat „Wenn du einen Hammer hast, betrachtest du jedes Problem als Nagel.“ bekannt.

Doch während das Zitat zu einer stumpfen und wenig geistreich wirkenden Phrase verkommen ist, handelt es sich bei dem Gesetz des Werkzeuges um einen der wichtigsten Denkfehler in Entscheidungsmechanismen.

In fast allen Lebensbereichen sind Entscheider mit einer begrenzten Anzahl an Lösungen und Werkzeugen vertraut. Die Lösung neuer Probleme orientiert sich stärker an bekannten Lösungen, als am Problem selbst.

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Einer ändert auch nichts mehr

«Nur weil ich kein Fleisch esse, sterben auch nicht weniger Tiere. Nur weil ich nicht fliege, wird der Klimawandel auch nicht gestoppt. Nur weil ich nicht rausgehe, wird die Infektionskurve von Covid-19 auch nicht flacher.»

Nach derartigen Statements entbrennt in der Regel eine hitzige Debatte über Moral, gesellschaftlichen Zusammenhalt, Verantwortung für das große Ganze und so weiter und so fort. Dann kommt meist noch irgendjemand mit dem abgenutzten Zitat an, man solle einmal mit einer Mücke in einem Zelt schlafen, um zu erfahren, was ein kleiner Akteur mit seiner Handlung bewirken kann.

Die meisten Menschen wird man mit dieser hitzigen und verwirrten Argumentationskette schließlich davon überzeugen können, dass auch seine Handlung eine große Wirkung hat. Wozu gibt es schließlich eine Demokratie und das Wahlrecht für alle?

Doch einige Pragmatiker und Konsequentialisten wird man hiermit nicht überzeugen können. Sie sind der Meinung, und diese Meinung hat ja durchaus etwas für sich, dass eine Handlung nur dann schlecht ist, wenn sie auch zu einem negativen Resultat führt.

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Meta-Fehlschluss & Hummer

Der kanadische Psychologe Jordan B. Peterson ist wohl einer der umstrittensten Intellektuellen im Internet. Besonders bekannt sind seine Ausführungen zu Hierarchien, Religion oder dem Unterschied von Mann und Frau.

Seiner Ansicht nach sind Hierarchien gut und natürlich. Als Beleg dafür führt er die Hierarchien von Hummern an. Hummer und Menschen haben sich evolutionär vor circa 350 Millionen Jahren mit dem letzten gemeinsamen Vorfahren getrennt und entwickeln sich seither separat. Dennoch haben Hummer Hierarchien und der Bereich ihres Nervensystems, der für die Hierarchien zuständig ist, funktioniert vor allem auf Basis von Serotonin. Peterson argumentiert, dass Menschen und ihre Hierarchien auf dasselbe System zurückzuführen sind.

„Davon abgesehen, dass der Vergleich hinkt, würde der Vergleich selbst hinken, wenn er passend wäre.“ – diesen Satz wollte ich an dieser Stelle ursprünglich schreiben. Ich wollte darüber schreiben, dass Jordan B. Peterson einen naturalistischen Fehlschluss begangen hat.

Doch genau an diesem Punkt kommt der Meta-Fehlschluss ins Spiel, dem ich an dieser Stelle fast zum Opfer gefallen wäre. Mit allen negativen Anschuldigungen und stark wertenden Aussagen, die versuchen Wahrheit von Nichtwahrheit zu trennen, muss man sehr vorsichtig umgehen.

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Roboter als Mensch - Gefahr oder Chance

Wenn Soldaten Begräbnisse für Militärroboter organisieren und ihr eigenes Leben riskieren, um Roboter zu retten – dann richtet die Vermenschlichung von Robotern einen relevanten Schaden an.

Wenn Menschen sorgfältiger und rücksichtsvoller mit einem Roboter umgehen der einen Namen hat, als mit einem der einfach irgendeine Maschine ist – dann hat die Vermenschlichung von Robotern einen sehr realen Nutzen.

Tatsächlich zeigt sich, dass die Personifizierung eines Roboters mit Hilfe eines Namens, einer Charakterisierung und einer Hintergrundgeschichte, den Umgang von Menschen mit diesem Roboter verändert.

Abschließend gibt es also Fälle, in denen die Vermenschlichung von Robotern eine ganz klare Chance darstellt und viel Potential birgt. Begleitet werden muss das aber mit sinnvollen Regulierungen, die einen Missbrauch wie in den letzten beiden Beispielen verhindern. Schlussendlich macht die Vermenschlichung in manchen Fällen schlicht und ergreifend keinen Sinn, sondern ist kontraproduktiv – so ist es für alle Beteiligten besser den nächsten Militärroboter mit X22323 zu bezeichnen als mit Charles.

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Zorn & Ärger - offene Frage

Eigentlich müssten Ärger und Zorn über die Handlung eines Mitmenschen ein ewiger Zustand sein. Wenn jemand zornig über eine meiner Handlungen oder Aussagen ist, dann kann dieser Zorn im Grunde nie mehr weichen, denn der Grund für den Zorn liegt in der Vergangenheit. Meine Handlung und Aussage kann ich nicht ungeschehen machen und so wird auch der Grund des Zornes für immer bestehen bleiben.

In der Praxis sind Zorn und Ärger aber meist nur vorübergehende Phänomene. Deshalb gehen andere davon aus, dass Zorn nur eine Methode ist, um ein Problem zu lösen. Laut dieser These ist Ärger ein motivierender Faktor, der dazu führt, dass man gegen etwaige Missstände vorgeht. Der Zorn hat also eine lehrende und problemorientierte Funktion.

Ärger ist also nicht ewig, kann aber auch nicht konkret als problem- beziehungsweise lösungsorientiert betrachtet werden. Ärger entspringt einer ursprünglichen Wertschätzung für eine positive Sache und ist die Reaktion auf die gegenteilige negative Sache. Erst durch die Zusammenkunft des zornigen Opfers und des reumütigen Täters, kann die gemeinsame Wertschätzung wieder erkannt werden, sodass sowohl Reue als auch Ärger verloren gehen.

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Scientabilität & Homöopathie – Achtung

Es scheint absurd, wissenschaftliche Studien über Maßnahmen durchzuführen, deren vorgeschlagene Wirkmechanismen dem aktuellen Stand der Wissenschaft widersprechen. Noch absurder scheint es, dass es für eine dieser Methoden, die Homöopathie, immer wieder Studien gibt, die einen Effekt belegen, der über einen normalen Placebo-Effekt hinausgeht.

Im Vergleich zu diesen wissenschaftlich gut belegten Erkenntnissen, wie dem Dosis-Wirkung-Prinzip, ist die Evidenzkraft von wissenschaftlichen Studien gering. Denn gerade im Bereich der Medizin sind die Studien und ihre Erkenntnisse nur statistische Natur. Wenn aber eine klinische Studie e.g. ein Konfidenzintervall von 90% hat, wird in 10% aller Studien ein falsch positives Ergebnis herauskommen.

Auf Basis dieser Argumentationslinie spricht sich Christian Weymayr für das Konzept der Scientabilität aus und dagegen „sichere Erkenntnisse mit einer unsicheren Prüfmethode belegen oder widerlegen zu wollen“.

Das Konzept der Scientabilität klingt erst einmal sehr einleuchtend, doch es birgt große wissenschaftliche Risiken.

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Mathematiker und Künstler – ein Erbstreit

Der Unterschied zwischen einem Mathematiker und einem Künstler beziehungsweise Lyriker liegt darin, dass der Mathematiker die Idee selbst produziert, während Künstler und Poeten nur Abbilder von Ideen kreieren. In vielen Fällen sind die Ideen in Kunstwerken und literarischen Werken eher oberflächlich, die besten Kunstwerke verkörpern mit Sicherheit auch tiefere Ideen, doch die Idee an sich wird selten als Kunstwerk geboren.

Kunst und Literatur bestehen also aus dem Erscheinungsbild einer Idee, während die Mathematik die Idee an sich zum Gegenstand hat. Das macht die Mathematik permanenter, dafür spiegelt sich im Erscheinungsbild immer auch der Künstler wieder, sein Erbe ist also weniger permanent dafür aber intensiver.

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Distanz – Zeit und Botschafter

Distanz zu den Dingen ist für wirkliche Erkenntnis unumgänglich, das wissen Philosophen und andere Denker schon seit Hunderten von Jahren. Um eine Sache, ein Verhalten oder eine Idee wirklich gut analysieren, studieren und begreifen zu können, braucht es eine gewisse Distanz zum Objekt der Erkenntnis.

Die Frage danach, wie so eine Distanz zu erreichen ist, lässt sich ganz unterschiedlich beantworten. Ironie, Meditation oder gar Beziehungen können hilfreiche Werkzeuge bei der Herstellung von Distanz sein.

Die professionelle Poker Spielerin Annie Duke beschreibt in ihrem Buch „Thinking in bets. Making smarter decisions when you don’t have all the facts.“ zwei weitere praktikable Werkzeuge zur erkenntnisgetriebenen Distanzierung.

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